Im Garten auch einfach mal nichts tun, Unordnung zulassen. Das ist entspannend – und sinnvoll: denn hier können spontan auftretende Wildpflanzen ungestört wachsen, blühen, fruchten – und Kleinsäuger knabbern im Schutz des Wildwuchses Regenwürmer und Samen. Herrlich!
Naturbelassene Ecken im Garten, in denen natürliche dynamische Prozesse weitgehend ungestört ablaufen, bieten unterschiedliche Habitate und Kleinstrukturen – für verschiedene Pflanzen, Insekten, Vögel und andere Tiere. Wilde Ecken bringen Vielfalt und saisonale Überraschungen in den Garten ‑und fördern so die natürliche Schönheit Ihres Gartens.
Ihre Naturecke kann auch erstmal klein sein. Fangen Sie irgendwo mit der Unordnung an, zum Beispiel indem Sie die abgestorbenen Stängel Ihrer Stauden über den Winter stehen und Laub liegen lassen. Trauen Sie sich, auch Disteln blühen zu lassen, zum Beispiel für den Distelfalter.
Spontanvegetation zulassen, auch Brennnesseln, Disteln, Löwenzahn. Allein an Löwenzahn sind über 70 Wildbienenarten gebunden! Heimische Gebüsche und Sträucher aufkommen lassen: Nistplatz, Rückzugsraum und Nahrungsgrundlage für Vögel und Kleinsäuger.
Falllaub liegen lassen: Schutz und Nahrung für Bodenlebewesen, Schutz vor Austrocknung des Bodens. Nicht zusätzlich düngen.
Totholz: Lebensraum für Pilze, Insekten, Käfer; Haufen aus Ästen und Zweigen: Nistplatz, zum Beispiel für den Zaunkönig, Versteck für Amphibien und Reptilien, im Herbst kombiniert mit Laub: Winterunterschlupf für Igel.
Sand liegen lassen: Baumaterial für Scherenbienen, unter Umständen sogar Nistplatz für Sand- oder Seidenbienen; Lehmkuhlen mit Wasser: liefern Nistmaterial für Schwalben; Steine zu Haufen oder Mauern aufschichten: Versteck für überwinternde Schmetterlinge, Sonnenplatz für Eidechsen, Pflanzenstandort, zum Beispiel für Mauerpfeffer-Arten (Gattung: Sedum).
Nicht oder nur sporadisch mähen.